Streik der Hafenarbeiter in Kuweit

In Kuwait veranstalten Arbeiter der größten Häfen des Landes seit Sonntag mehrere und tägliche Streikaktionen. Sie verlangen eine deutliche Gehaltserhöhung und bessere Arbeitsbedingungen. »Wir werden jeden Tag so weiter machen, bis wir unsere Forderungen durchsetzen«, sagte Ali al-Sukoni, Vorsitzender der Gewerkschaft »Ports Trade Union« der Nachrichtenagentur AFP. Über die Häfen wird das wichtigste Exportgut des Landes exportiert, hier wird Rohöl weiterverarbeitet und auf Tanker geladen.

Sukoni sagte auch, dass die meisten der insgesamt 850 Arbeiter sich am Streik beteiligen und der Betrieb an den drei Standorten Doha, Shuwaikh und Shiba »deutlich behindert wird«. Schon vor zwei Jahren wurde den Arbeitern versprochen, dass sie mehr Geld bekommen sollen, allerdings ist bis heute nichts passiert. Vor allem die Bediensteten privater Unternehmen kämpfen für eine Gleichstellung mit ihren Kollegen bei staatlichen Unternehmen, die deutlich bessere Arbeitsbedingungen genießen.

Kuwait erlebt in den letzten Wochen mehrere Streikaktionen, vor allem in Ministerien und Staatsunternehmen. So musste die Regierung einem Streik von Arbeitern auf Bohrinseln nachgeben. Der Finanzminister Mustafa al-Shamali verweist auf den Haushalt des Landes am Golf: »Das Budget hat sich seit 2005 verdreifacht und ein Drittel davon gehen direkt für Gehälter drauf«, sagte Shamali. Die bis jetzt durchgesetzten Gehaltserhöhungen würden den Haushalt Kuwaits um 500 Millionen US-Dollar pro Jahr belasten.