Kampagne des „zivilen Ungehorsams“ in Port Said

Das Massaker der „Sicherheitskräfte“ im Januar in Port Said, bei dem 42 Menschen ihr Leben verloren, hat bisher zu keinerlei Repressialien gegen die Bullen oder die politisch Verantwortlichen für das Abschlachten der Demonstranten geführt.
Die Demonstrationen waren teilweise von Heckenschützen unter Feuer genommen worden, Videoaufnahmen zeigen die Schützen in Kampfuniformen.

Die nächtliche Ausgangssperre , die von Mursi verhängt wurde, war trotz der Stationierung grösserer Militäreinheiten in der Stadt, Nacht für Nacht von Tausende missachtet worden, bis sie schliesslich aufgehoben werden musste.

Die Ultras von den“Grünen Adlern“ haben nun gemeinsam mit anderen Gruppen eine Kampapne des „zivilen Ungehorsams“ in der Stadt gestartet.

An mehreren Demonstrationzügen beteiligten sich gestern Tausende, die Industriezone wurde ebenso blockiert, wie die Hauptstrassen in die Innenstadt. Demonstranten zogen zum Hafen und forderten die dort Beschäftigten erfolgreich auf, ihre Arbeit niederzulegen
Viele Händler schlossen ihre Geschäfte, die Uni wurde ebenso bestreikt wie viele Schulen, viele Fahrer der Minibusse schlossen sich aus Solidarität den Protesten an und stellten den Fahrbetrieb ein.

In der Nähe der des Regierungsitzes kam es kurzfristig zu Zusammenstössen mit den Bullen, als diese mit einem Fahrzeugkonvoi durch einen Demonstrationszug fuhren.