„Islamisten greifen ISIS-Kämpfer in syrischer Grenzstadt an“

Der Standard

Der syrische Arm des Terrornetzwerks Al-Kaida und andere islamistische Rebellen haben in der Grenzregion zum Irak einen Gegenangriff gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (ISIS) gestartet. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag berichtete, wird in der syrischen Grenzstadt Albu Kamal seit den frühen Morgenstunden gekämpft.

In Albu Kamal waren Kämpfer der syrischen Al-Nusra-Front, dem örtlichen Arm von Al-Kaida, am Mittwoch zu den ISIS-Kämpfern übergelaufen, die zuvor den Ort Al-Kaim auf der irakischen Seite der Grenze erobert hatten. Damit kontrollieren die ISIS-Kämpfer nun Positionen auf beiden Seiten der Grenze. Andere Kämpfer der Al-Nusra-Front weigern sich jedoch, sich den ISIS-Rebellen zu unterwerfen und versuchen nun offenbar, diese wieder aus Albu Kamal zu vertreiben.

Seit Anfang Juni haben ISIS-Kämpfer weite Teile des Nordiraks erobert. Ihr Ziel ist die Gründung eines grenzübergreifenden islamischen Staates in der Region. ISIS und die Al-Nusra-Front kämpfen im syrischen Bürgerkrieg gegen die Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad, seit Jänner bekämpfen sie sich aber auch gegenseitig