INAMO 78 erschienen

Darin u.a. folgende Artikel:

Drittmittelfinanzierte Militärputsche, wer zahlt die Rechnung in Ägypten?

Von Thomas Demmelhuber

Dieser Beitrag soll nach einer groben Skizzierung der innenpolitischen Entwicklung exemplarisch den außenpolitischen „Fallout“ des Regimewechsels von 2013 fokussieren und aufzeigen, wie die wirtschaftliche Notlage Ägyptens das Handeln gegenüber der Region determiniert und unter anderem Raum für eine beschleunigte Etablierung politisch motivierter (Staats-)Unternehmen aus der Golfregion schafft.

Die Arbeiter, der Volksaufstand und die ägyptische Politik nach Mubarak

Von Joel Beinin und Marie Duboc

Anfang 2014 verschärften ägyptische Arbeiter ihre Streiks und Gemeinschaftsaktionen und führten damit einen in den späten 1990ern begonnenen Kampf um ökonomische Verbesserungen fort. Die Bewegung ist in erster Linie eine Reaktion auf den neoliberalen Wandel in der ägyptischen Wirtschaft, wenngleich es größtenteils nicht so formuliert wird. Der Aufstand folgte einer relativ ruhigen sechs Monate langen Phase, nachdem Präsident Muhammad Morsi von der durch die Muslimbrüder gesponserten Partei für Freiheit und Gerechtigkeit gestürzt worden war. Nach nur einem Jahr als Ägyptens erster demokratisch gewählter Präsident wurde Morsi durch verschiedene Großdemonstrationen am 30. Juni 2013 – noch größer als jene, die zweieinhalb Jahre zuvor zum Sturz von Präsident Hosni Mubarak geführt hatten – und durch einen Militärcoup am 3. Juli zu Fall gebracht.

Die Gewaltlosigkeit in Syrien unterstützen!

Von Stephen Zunes

Das Asad-Regime hat seit dem Beginn des Aufstandes schonungslos die Opposition unterdrückt. Trotzdem ist für Stephan Zunes die Frage unvermeidlich, ob dies der Hauptgrund war, warum es der Opposition nicht gelang gegenüber dem Regime zu punkten. Viele lehnen eine Verantwortung der Opposition dafür ab. Trotzdem müssen Fragen gestellt werden, so Zunes, wie: hat die Oppositionsbewegung ihren Widerstand versucht strategisch zu organisieren? Gibt es eine logische Abfolge von Taktiken, die vertraut sind mit der Geschichte und den „Dynamiken von vom Volke ausgehenden unbewaffneten zivilen Erhebungen“? Warum wurde das Regime angegriffen, ausgerechnet da, wo es militärisch am Stärksten und weit überlegen ist? All dies mache klar, so Stephen Zunes, dass der Wechsel zur Gewalt, ein „katastrophaler Fehler“ war.

Omar Dahi über den Rückzug der Rebellen aus Homs

Jadaliyya interviewt Omar S. Dahi

Die Vereinbarung zu Homs zwischen oppositionellen Kämpfern und dem syrischen Regime hat zu einer Reihe von Spekulationen darüber, was sie genau bedeutet, geführt. In Verbindung mit der kürzlichen Amtsaufgabe des UN-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi wird beides als Signal einer wichtigen Verlagerung im Kräfteverhältnis, politisch und faktisch, zwischen dem Regime und den Oppositionskräften in Syrien interpretiert. Jadaliyya sprach mit Omar Dahi, Wissenschaftler und Dozent für politische Ökonomie und Mitherausgeber der Syrien-Website von Jadaliyya, über die Einordnung dieser beiden jüngsten Entwicklungen.

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