„Tunesien lässt Extremisten-Moscheen schließen“

Der Standard

Nach einem Angriff militanter Islamisten auf die Armee hat Tunesien die sofortige Schließung von Extremisten-Moscheen beschlossen. Betroffen davon seien unter anderem Einrichtungen, in denen der Tod von 15 Soldaten bei der Attacke am Donnerstag gefeiert worden sei, teilte die Regierung am Sonntag mit.

Geschlossen werden demnach auch Medien, die radikales religiöses Gedankengut verbreitet und zum Jihad aufgerufen haben, darunter ein Radiosender.

Militante Islamisten hatten am Donnerstag im Chambi-Gebirge im Grenzgebiet von Tunesien und Algerien zwei Militärpatrouillen angegriffen. Dabei kamen 15 tunesische Soldaten ums Leben. Zu der Attacke bekannte sich die extremistische Gruppe Ansar al-Sharia. Tunesien und Algerien planen im Grenzgebiet nach einem Bericht der algerischen Zeitung El-Khabar eine Großoffensive gegen Extremisten.